S.01.27 Healing of Memories, Workshop mit Father Michael Lapsley
Ein Workshop - offen für alle in Englisch mit deutscher Übersetzung.
Vergeben, verzeihen, sich wieder versöhnen oder Wiedergutmachung leisten: Das sind zugleich wichtige wie schwere Schritte. Wie kann ich als betroffene Person diese umsetzen, wenn ich doch zugleich vielleicht sogar schwer verletzt worden bin? Ein erster Schritt dazu kann es sein, darüber zu erzählen während andere mir zuhören. Worte, Bilder und Rituale helfen mir als betroffene Person, einen Zugang zur Versöhnung mit mir selbst und anderen zu finden, sodass die Verletzung mein Handeln nicht mehr bestimmt. Dies ist die Aufgabe von Healing of Memories (Heilung der Erinnerungen).
Healing of Memories ist ein Ansatz, um schmerzhafte oder traumatische Erinnerungen zu verarbeiten und zu heilen. Dabei werden Verletzungen aus der Vergangenheit bewusst gemacht und im geschützten Rahmen bearbeitet. Ziel ist es, Versöhnung mit sich selbst und anderen zu finden und inneren Frieden (wieder) zu erlangen. In diesem Workshop gestalten wir intensives gegenseitiges Zuhören, Stille und Gebete, Rituale, auch beraterische Impulse und gemeinsames Zusammensein. Immer wieder erleben die Menschen, dass sie sich durch das Teilen ihres gemeinsamen Schmerzes weniger isoliert und allein fühlen. Genau dazu lädt dieser Workshop ein.
Jede persönliche Geschichte benötigt einen Menschen, der zuhört!
Das Vorgehen Healing of Memories wurde von Father Michael Lapsley entwickelt, einem anglikanischen Priester und Anti-Apartheid-Aktivisten aus Südafrika. Nach einem Attentat, bei dem er beide Hände und ein Auge verlor, entwickelte er dieses Konzept basierend auf seinen eigenen traumatischen Erfahrungen sowie den kollektiven Wunden der südafrikanischen Apartheid-Gesellschaft.
Der Ansatz wurde ursprünglich entwickelt, um Menschen nach Zeiten von Gewalt, Unterdrückung oder gesellschaftlichen Konflikten (insbesondere in Südafrika nach dem Ende der Apartheid) einen Raum zu bieten, ihre schmerzhaften Erfahrungen zu erzählen und Heilung zu finden. Das Vorgehen in den Workshops von Healing of Memories richtet sich an Einzelpersonen und Gemeinschaften, die unter den Folgen von Krieg, Menschenrechtsverletzungen, sozialer Spaltung oder anderen Traumata oder tiefgreifenden Erinnerungen leiden. Ziel ist die Unterstützung individueller und kollektiver Heilung sowie die Förderung von Versöhnung, Verständnis und Frieden innerhalb und zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen.
Heute wird Healing of Memories auch außerhalb von Südafrika weltweit für viele Formen persönlicher und gesellschaftlicher Traumatisierung oder Verletzungen angewendet.
Dieser Workshop bei SyNA ist ein Workshop der Selbsterfahrung und ist offen für alle, die eine persönliche Geschichte von Verletzung berichten wollen und für sich ein wenig mehr Heilung und Verzeihen finden wollen.
Voraussetzung: offenes Interesse für die Geschichten anderer Personen und die Bereitschaft, von der eigenen Verletzung berichten zu wollen.
Inhalte
• Selbsterfahrung durch Impulse, Rituale, Übungen
• Erzählen der eigenen Geschichte in einer Gruppe von Interessierten
• Anderen Zuhören und persönliche Resonanz geben
• Gemeinsames Zusammensein
Zielgruppe
Dieser Workshop hier bei SyNA ist ein Workshop der Selbsterfahrung und ist offen für alle, die eine persönliche Geschichte von Verletzung berichten wollen und für sich ein wenig mehr Heilung und Verzeihen finden wollen.
Voraussetzung: offenes Interesse für die Geschichten anderer Personen und die Bereitschaft, von der eigenen Verletzung berichten zu wollen.
ReferentInnen
Verantwortlich: Martin Lemme
Referierender: Father Michael Lapsley
Seminardurchführung
Das Seminar wird von Father Michael Lapsley und mehren Fascilitators HoM (Moderierende in Healing of Memories ausgebildet) durchgeführt.
Verantwortlich für die Durchführung ist Martin Lemme.
Das Seminar wird in Englisch und Deutsch durchgeführt, wobei die englischen Beiträge von Father Michael Lapsley konsekutiv in Deutsch übersetzt werden.
Informationen